Glasfaser, DSL und 5G im Überblick

Schnelles, stabiles Internet ist längst kein Komfortfaktor mehr, sondern Standortfaktor Nummer eins. Cloud-Software, Videokonferenzen, VoIP-Telefonie und Datensicherung im Rechenzentrum funktionieren nur mit einer leistungsfähigen Leitung. Die gute Nachricht für Unternehmen in Reutlingen: Die Ausgangslage ist besser als in vielen anderen Regionen. Dieser Überblick zeigt, welche Anschlüsse in den Reutlinger Gewerbegebieten und in der Innenstadt verfügbar sind und welcher zu welchem Betrieb passt.

Viele Reutlinger Gewerbegebiete sind mit Glasfaser versorgt

Anders als in vielen ländlichen Teilen des Landkreises ist die Versorgungslage in den städtischen Gewerbegebieten ausgesprochen gut. Nach Angaben der Stadt Reutlingen sind alle Gewerbegebiete bereits mit Glasfasernetz ausgestattet, und die dort angesiedelten Unternehmen können Geschwindigkeiten weit über 1 Gbit/s nutzen.

Das betrifft die großen Industrie- und Gewerbestandorte der Stadt, unter anderem etwa das zentrumsnah gelegene Gebiet „In Laisen“ nördlich der Innenstadt, das interkommunale Industriegebiet Mark West (gemeinsam mit Kusterdingen) sowie das Industriegebiet Reutlingen-Nord / Mahden an der B464. Wer hier einen Betrieb hat, kann in der Regel auf einen echten Glasfaseranschluss zugreifen.

Wichtig ist aber die Unterscheidung: „Im Gewerbegebiet liegt Glasfaser“ bedeutet nicht automatisch, dass auch Ihr Gebäude angeschlossen ist. Zwischen der Leitung in der Straße und dem Anschluss im Serverraum kann noch ein letzter Bauabschnitt liegen. Eine konkrete Verfügbarkeitsprüfung für die genaue Adresse ist deshalb immer der erste Schritt.

Gewerbetreibende in der Innenstadt: Andere Lage, andere Herausforderungen

Während die Gewerbegebiete am Stadtrand systematisch erschlossen wurden, ist die Situation in der Reutlinger Innenstadt vielschichtiger. Einzelhandel, Gastronomie, Kanzleien, Praxen und Dienstleister sitzen hier oft in älteren, dicht bebauten Gebäuden mit gemischter Wohn- und Geschäftsnutzung – das macht den Glasfaserausbau aufwendiger als auf der grünen Wiese eines Gewerbegebiets.

In der Praxis heißt das: Die verfügbaren Anschlussarten unterscheiden sich teils von Haus zu Haus. Manche Gebäude verfügen bereits über einen modernen Glasfaseranschluss, andere hängen noch an VDSL oder Kabel. Für innerstädtische Betriebe lohnt sich die individuelle Prüfung daher besonders. Pauschale Aussagen führen hier noch leichter in die Irre als im Gewerbegebiet.

Mehrere Anbieter treiben den Ausbau im Stadtgebiet voran, darunter die Deutsche Telekom sowie weitere regionale und überregionale Anbieter. Welches Netz an einer bestimmten Adresse liegt, ist von Straßenzug zu Straßenzug verschieden.

TKS baut aus: Geplanter Glasfaser-Ausbau in der Oberen Wässere

Auch wir engagieren uns direkt für die digitale Infrastruktur in Reutlingen. In der Oberen Wässere, einem wichtigen Bereich der Innenstadt, bereitet TKS einen eigenwirtschaftlichen Glasfaser-Ausbau vor. Ziel ist es, Selbständigen, Gewerbetreibenden und Unternehmen vor Ort einen echten Glasfaseranschluss mit den symmetrischen Hochgeschwindigkeiten, die moderne Geschäftsanwendungen brauchen, bis ins Gebäude anzubieten.

Das Projekt befindet sich aktuell in Vorbereitung. Für Betriebe in diesem Bereich kann es sich lohnen, frühzeitig Interesse anzumelden: So lässt sich der eigene Standort von Anfang an in der Planung berücksichtigen, und Sie erfahren als Erste, sobald konkrete Anschlusstermine feststehen. Sprechen Sie uns dazu gerne an.

Die wichtigsten Anschlussarten im Vergleich

  • Glasfaser-Direktanschluss (FTTH/FTTB): Die Leitung führt direkt bis ins Gebäude. Symmetrische Geschwindigkeiten, also gleich schnell im Up- und Download, sind möglich mit oft 1 Gbit/s und mehr. Der Glasfaser-Anschluss ist daher bei Verfügbarkeit die beste Wahl für Betriebe mit Cloud-Nutzung, mehreren Mitarbeitern, VoIP-Telefonie oder Standortvernetzung.
  • SDSL-Anschluss: Ein symmetrischer Anschluss über das Kupfernetz, der dort sinnvoll ist, wo (noch) kein Glasfaser-Hausanschluss liegt. Er bietet garantierte, gleichbleibende Bandbreiten in beide Richtungen. SDSL bietet geringere Maximalgeschwindigkeit als Glasfaser, ist aber sehr zuverlässig.
  • VDSL-Anschluss: Internet über die klassische Telefon-Kupferleitung, das durch s.g. Vectoring beschleunigt wird. Die üblichen Geschwindigkeiten liegen bis etwa 250 Mbit/s im Download, aber deutlich geringer im Upload (oft nur 40 Mbit/s). Die Bandbreite hängt stark von der Entfernung zum Verteiler ab: Je weiter weg, desto langsamer. Für kleine Büros mit überschaubarer Cloud-Nutzung brauchbar, für datenintensive Anwendungen wegen des schwachen Uploads nur bedingt geeignet.
  • Kabel-Anschluss (Koaxialnetz): Internet über das TV-Kabelnetz bietet sehr hohe Download-Raten, teils 1 Gbit/s und mehr, aber einen verhältnismäßig schwachen Upload und keine garantierte Bandbreite: Die Leitung wird mit anderen Teilnehmern im selben Segment geteilt, sodass die Geschwindigkeit zu Stoßzeiten einbrechen kann. Gut für download-lastige Büroarbeit, problematisch dort, wo planbare, symmetrische Bandbreite mit geringen Latenzen gebraucht wird.
  • 5G-/4G/LTE-Mobilfunk: Per Router als Internetanschluss nutzbar. Schnell eingerichtet, ortsunabhängig und insbesondere ideal als Backup-Leitung für den Ausfall des Hauptanschlusses oder als Übergangslösung für neue Standorte geeignet, bevor der Festnetzanschluss steht.

Welcher Anschluss passt zu welchem Betrieb?

Für die meisten Unternehmen in einem Reutlinger Gewerbegebiet ist der Glasfaser-Direktanschluss die naheliegende und beste Lösung. Die Infrastruktur ist vorhanden und nur Glasfaser bietet die symmetrischen Geschwindigkeiten, die moderne Cloud- und Telefonieanwendungen brauchen.

In der Innenstadt hängt die beste Wahl noch stärker vom konkreten Gebäude ab. Wo bereits Glasfaser liegt oder, wie in der Oberen Wässere, in Planung ist, ist sie die erste Wahl. Wo das noch nicht der Fall ist, überbrückt SDSL die Zeit mit garantierter Bandbreite, oder ein 5G-Anschluss schafft schnell Abhilfe.

Ein 5G-Backup empfiehlt sich grundsätzlich für alle Betriebe, deren Geschäft bei einem Internetausfall stillsteht, etwa wenn Kassensysteme, Cloud-Warenwirtschaft oder weitere geschäftskritische Systeme online laufen. Die kleine monatliche Investition fällt gegenüber den Kosten eines mehrstündigen Ausfalls kaum ins Gewicht.

So prüfen Sie Ihre konkrete Verfügbarkeit

Welche Anschlüsse an Ihrem Standort tatsächlich verfügbar sind, lässt sich nicht pauschal beantworten – es hängt von der genauen Adresse, dem Gebäude und den vor Ort verlegten Netzen ab. Statt sich durch die Verfügbarkeitsabfragen verschiedener Anbieter zu arbeiten, übernehmen wir das für Sie: herstellerunabhängig und aus einer Hand. So gehen wir vor:

  1. Sie nennen uns Ihren Standort und Ihren Bedarf: Wie viele Mitarbeiter, wie viel Cloud-Nutzung, wie viel gleichzeitige Telefonie.
  2. Wir prüfen, welche Anschlussarten an Ihrer Adresse real verfügbar sind.
  3. Wir vergleichen die Optionen für Sie und empfehlen die Lösung, die zu Ihrem Betrieb passt.
  4. Auf Wunsch übernehmen wir die komplette Umsetzung inklusive Einrichtung.

So bekommen Sie eine klare Empfehlung statt eines Dickichts aus Tarifen und einen festen regionalen Ansprechpartner für alles rund um Ihren Anschluss. Nehmen Sie hier direkt Kontakt mit uns auf!